Projektwoche Jg. 5 – Gesunde Ernährung

Die Projektwoche vor den Herbstferien steht für die fünften Klassen traditionell im Zeichen gesunder Ernährung. An drei Tagen organisierten die Mitglieder des Cafeteriavereins (Kommunikationstreffpunkt Sts-Süderelbe e.V.) wieder ein abwechslungsreiches Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler einiges über gesunde Lebensmittel gelernt haben und dabei jede Menge Spaß hatten.

An einem Tag ging es zum Apfelhof ins Alte Land. Eine Fahrt durch die Apfelplantagen mit ihren vielen Bäumen und den leckeren Äpfeln, die darauf warten gepflückt zu werden, hat sicher bei dem einen oder anderen Appetit geweckt. Ein Dank geht an die Obsthöfe Quast, Freudenthal/Pien und Brackenburg.

An einem anderen Tag erfuhren die Schülerinnen und Schüle viele Infomationen über die Empfehlung fünfmal am Tag je eine Handvoll Obst- oder Gemüse zu sich zu nehmen, um gesund zu bleiben. Dieser Tag wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebsgesellschaft durchgeführt. Anschließend wurden Äpfel zusammen mit vielen anderen Obst- und Gemüsesorten im REWE Markt begutachtet, der auch die Lebensmittel für die „Schatzinsel“ gesponsert hat. Hier erfuhren die Schülerinnen und Schüler auch die Unterschiede zwischen regionaler Ware und solche, die weite Wege zurücklegen muss.Zurück in der Schule war in der Cafeteria schon alles vorbereitet, damit die Schüler*innen sich aus Rohkost und Obst eine eigene „Schatzinsel“ bauen konnten. Doch bevor Jede/r kleine Kunstwerke aus Wurzeln, Gurken oder Tomaten schnipseln und zusammen bauen durfte, mussten die Wurzeln geschält werden und auch das waren ungewohnte Tätigkeiten, die ein wenig Übung brauchen.

Die Schatzinsel auf dem Teller war dann Teil der gemeinsamen Mahlzeit, die mit Kartoffeln und Quark ergänzt wurde.

In der Lehrküche wurde ebenfalls an einer gemeinsamen Mahlzeit gearbeitet. Während eine Gruppe Backkartoffeln auf einem Blech herstellte, eine zweite die Kräuterkrem rührte oder Salat zubereitete, waren zwei andere Gruppen daran beteiligt Marmeladengelee und Apfelmus zu kochen.
Die Schüler*innen waren konzentriert bei der Sache und freuten sich am Ende über das leckere Essen, das sie selbst hergestellt haben. Die Äpfel für das Apfelmus wurden zur Hälfte vom Obsthof Köpke und zur anderen Hälfte vom Cafeteriaverein gesponsert.

Ein herzliches Dankeschön an alle Kooperationspartner und die ehrenamtlichen Helfer/innen im Cafeteriaverein.

Kleiner Tipp: Marmeladengelee und Apfelmus werden von allen fünften Klassen beim Weihnachtsbasar verkauft.

Ausgezeichnet im bunt statt blau Wettbewerb

Die DAK-Gesundheit initiiert seit 10 Jahren den Plakatwettbewerb Bunt statt Blau – Kunst gegen Komasaufen.
Schülerinnen und Schüler können sich bundesweit an diesem Wettbewerb beteiligen und auf diese Weise kreativ mit dem Thema Alkoholmißbrauch und seinen Folgen auseinander setzen.
Im letzten Schuljahr haben sich auch Schülerinnen und Schüler aus den Kunstkursen von Herrn Georgiev aus unterschiedlichen Jahrgängen an diesem Wettbewerb beteiligt.

In Hamburg haben 200 Schülerinnen und Schüler aus 24 Schulen teilgenommen. Zum Schuljahresende standen die Landessieger für Hamburg fest und zwei Schüler*innen aus Jahrgang 9 und 10  haben den 4. und den 7. Platz mit ihren Beiträgen erreicht.

Herzlichen Glückwunsch an Maryam Rezai für den 4. Platz und Gülnur Dokak für den 7. Platz.

Die Siegerehrung wurde von Herrn Entlinger von der DAK, in Anwesenheit von Kunstlehrer Herrn Georgiev sowie Schulleiter Sven Nack und Abteilungsleiter Eric Pfürstinger, vorgenommen.

Ausgehängt waren alle Beiträge aus unserer Schule, die mit vielen unterschiedlichen Ideen das Thema aufgegriffen haben und damit eine tolle Leistung gezeigt haben.

Der Präventionswettbewerb bunt statt blau trägt mit dazu bei, Jugendliche auf die Gefahren von Alkohol hinzuweisen und die Statistiken zeigen, dass die Zahl der Komapatienten zurück geht. Neueste Umfragen zeigen auch – Komasaufen ist unter jungen Leuten OUT.

Einschulungsfrühstück 5. Klassen

Mit dem heutigen Tag hat das neue Schuljahr auch für die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen begonnen. Die Mitglieder des Cafeteria-Vereins sind besonders früh aufgestanden und haben schon vor Schulbeginn Brötchen für sechs 5. Klassen geschmiert, Äpfel und Gurken geschnitten und Getränke auf den bunt gedecken Tischen bereitgestellt.

Aufgeregt erschienen die neuen Schülerinnen und Schüler dann um kurz nach 9 Uhr mit ihren Klassenlehrer*innen in der Cafeteria, wo sie vom Abteilungsleiter Knut Jördens und Schulleiter Sven Nack begrüßt wurden. Herr Husemann stimmte die neuen Klassen musikalisch auf den neuen Schulbeginn ein, bevor sich alle für den 1. Tag an unserer Schule stärken konnten.

 

Schüler*innen gärtnern im Stadtteil

Der Schulalltag findet in der Regel in geschlossenen Räumen statt und erfordert von den Schülerinnen und Schülern viel Kopfarbeit. Ebenso wichtig ist es aber mit den Händen zu arbeiten, in der Praxis zu lernen und zu erleben, was man erschaffen kann, wenn man selbst tätig wird. Seit Februar diesen Jahres gibt es einen Nachmittags-WUN Kurs, bei dem 10 Schüler*innen hacken, jäten, umgraben, säen, pflanzen und selbst ernten können. Möglich macht dies der Nachbarschaftsgarten im Striepenweg neben dem P+R Parkhaus und Jan Michler, der als „Teach First Fellow“ ** diesen Kurs anbietet.

Hier wurden 75m² zu einem Schulacker umgegraben und mit einer Vielfalt an Gemüsesorten gepflanzt. Gemüsezwiebeln, Möhren, Radieschen, Schwarzwurzel, Zuckererbse, Kohlrabi, Rote Bete, Romasalat, Fenchel, Pflücksalat, Pastinake, Kopfsalat, Babyleaf, Kartoffel, Sellerie, Kresse, Gemüsekohl, Mangold.
Die Schüler lernen die Besonderheiten der jeweiligen Pflanze kennen und unter welchen individuellen Bedingungen sie am besten gedeihen. Zunächst erfordert das viel Geduld und Mühe, man kann aber von Woche zu Woche beobachten, wie das Gemüse heran wächst und die Jugendlichen werden so auf lebensnahe Weise an die Natur heran geführt und erleben, dass Gemüse nicht aus der Dose oder dem Gefrierschrank kommen.

Nach den Sommerferien kann dann sicher schon manches geerntet werden und daraus ergibt sich die nächste Aufgabe – wie das geerntete Gemüse weiterverarbeitet wird. Eine Idee ist, ein Teil der Ernte in das Cafeteria-Angebot zu integrieren.Der Nachbarschaftsgarten Neuwiedenthal hat sich seit seiner Eröffnung vor einigen Wochen zu einem beliebten Treffpunkt im Stadtteil für Jung und Alt entwickelt und ist für unsere Schule eine gute Möglichkeit mit dem Stadtteil zu kooperieren.

Unsere Schule nimmt mit diesem Projekt auch an dem Wettbewerb „Blühende Schulen“ der Loki-Schmidt Stiftung teil.

**Webiste von teach first.de

 

 

 

Zukunftswerkstatt: Stadtteilentwicklung aus Schülersicht

Wie würde sich Neuwiedenthal weiter entwickeln, wenn Jugendliche aktiv in die Stadtteilentwicklung eingebunden werden? Was müsste geschehen, um den Stadtteil zukunftsfit für Jugendliche zu machen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse der Stadtteilschule Süderelbe in Kooperation mit der Straßensozialarbeit Neuwiedenthal in einer Zukunftswerkstatt im Rahmen des bundesweiten Projektes „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“. Die Jugendlichen machten zunächst eine Bestandsaufnahme, was läuft gut, was bietet der Stadtteil für junge Menschen und entwickelten unter Anleitung der Dozenten Jens Zussy und Tanja Geserick vom Büro „Planen mit Phantasie“ eigene Ideen, was geschehen müsste, um den Stadtteil attraktiv für die Zukunft zu gestalten.

Potenzial gibt es ihrer Meinung nach genug, aber man müsste an einigen Stellen kräftig anpacken, um den Stadtteil für Jugendliche und junge Menschen lebenswerter zu machen. So wünschen sie sich auf dem Gelände des Freibades Neuwiedenthal eine Erweiterung mit einem Fußballplatz, außerdem können sie sich eine kleine Freilichtbühne dort vorstellen, wo Konzerte stattfinden können, auch ein Karaokewettbewerb oder Kinoabende wären denkbar. Insgesamt sollte der Ort – nicht nur an heißen Freibadtagen – für junge Menschen ein Ort zum Chillen sein. Das Freibad selbst sollte auch ausgebaut  und mit größeren Rutschen oder Sprungbrettern auch für ältere Jugendliche attraktiver gestaltet werden.

Eine zweite Gruppe möchte das Gelände rund um den Ententeich neu gestalten. Es sollten mehr Mülleimer aufgestellt werden, um Ordnung zu schaffen und Bänke zum Chillen oder für ein Picknick. In der Zukunftswerkstatt haben die Schülerinnen und Schüler rund um das Gelände einen „Rosengarten“ geplant und bieten dazu auch die nötige Eigeninitiative an, indem sie sich bereit erklärten, Rosenbüsche zu pflanzen. Im See sollte eine Filteranlage für sauberes Wasser sorgen, alle 3-6 Monate müsste das Gelände gesäubert werden, um den Bewohnern Neuwiedenthals ein nachhaltiges Naherholungsgebiet im eigenen Stadtteil zu bieten.
Die Einrichtung solcher Anlagen ist oftmals gar nicht das Problem, erfuhren die jungen Leute von Mitarbeitern des Stadtteilbüros. Es muss nur geregelt werden, wer die Anlage pflegt und in Stand hält, dafür fehlen dann oft die finanziellen Mittel und Eigeninitiative nützt nur etwas, wenn sie zuverlässig funktioniert.

Eine dritte Gruppe hat sich mit der Renovierung und Erweiterung des Einkaufszentrums Galeria beschäftigt. Hier bekommt man vieles für den täglichen Gebrauch, aber wenig für die Freizeit oder das Konsumverhalten von jungen Menschen. Für viele Besorgungen muss man nach Harburg oder in die Innenstadt fahren. Hier wünschen sich die Jugendlichen eine Verbesserung, damit alle Altersgruppen ihren Bedarf vor Ort decken können. Die SchülerInnen haben ihr Konzept, das ein mehrstöckiges Einkaufszentrum mit WLAN-Nutzung und Parkplätzen vorsieht, gut durchdacht. Sie können ihre Ideen den entsprechenden Behörden und Unternehmen aber nur präsentieren und haben nicht die Möglichkeit es selbst umzusetzen.

Eine vierte Gruppe schließlich hat sich mit dem Gedanken befasst, Neuwiedenthal als sozialen Brennpunkt optisch aufzuwerten. Zwar ist in den letzten Jahren viel geschehen, aber den jungen Leuten ist der große Unterschied aufgefallen, wenn man in der Stadt am Jungfernstieg bummelt oder dort am Bahnhof die S-Bahn benutzt und dann raus fährt in den Hamburger Süden, um schließlich in Neuwiedenthal auszusteigen, so ist der Unterschied zwischen „wohlhabend“ und „arm“ für sie deutlich sichtbar. Die Fassaden der Hochhäuser sollten verschönert werden. Insgesamt ist es viel zu dunkel im Stadtteil, haben alle Gruppen erkannt, es werden mehr Laternen benötigt, vielleicht ein Lichtbrunnen. Die dunklen Wege am Minnerweg und Drachenthalplatz müssten deutlich besser beleuchtet werden. Außerdem könnte eine schönere Pflasterung und leuchtend rote Fahrradwege zu einem besseren Bild von Neuwiedenthal beitragen.

René Clair von der Straßensozialarbeit Neuwiedenthal, der die Zukunftswerkstatt zusammen mit Frauke Gesterling von der Stadtteilschule Süderelbe organisiert hat, zeigte sich begeistert von den vielen Ideen, die die SchülerInnen innerhalb eines Tages herausgearbeitet haben und die sie den Stadtplanern mit auf den Weg geben.

An einzelnen kleinen Stellschrauben, wie einen Fußballplatz hinter der Stadtteilschule oder Veränderungen im Einkaufszentrum, konnte Frau Rixa Ghode-Ahrens vom Stadtteilbüro Neuwiedenthal den jungen Leuten Hoffnung machen.
Die Zukunftswerkstatt und das gesamte Projekt OPENION hat den Schülerinnen und Schülern aber auch gezeigt, dass Demokratie nicht nur darin besteht seine Meinung zu sagen, man muss konstruktiv stets bei der Sache bleiben und braucht oft einen langen Atem. Je engagierter sich alle Altersgruppen in ihrem Stadtteil einbringen, desto mehr können sie auch erreichen.

 

„OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ ist ein bundesweites Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“