Der Wechsel von der Grundschule zur weiterführende Schule ist oft ein großer Schritt für Kinder und für Eltern. Wir haben mit der Abteilungsleitung der Unterstufe und zwei neuen Klassenleitungen gesprochen: Wie läuft der Start bei uns, und was passiert in den ersten Wochen?
Ein großer Schritt – und Sorgen sind normal
Von den Größten zu den Kleinsten, vom überschaubaren Grundschulhaus auf ein großes Schulgelände: Das kann Kindern und Eltern Respekt einflößen. Jan-Henning Preuße, Abteilungsleiter der Klassen 5-7, nimmt das ernst:
Auch Thobe Meine, Klassenlehrkraft im Jahrgang 5, begegnet den Sorgen der Eltern offen. Beim ersten Elternabend berichtete eine Mutter, ihr Kind habe ein wenig Sorge gehabt, sich an der großen neuen Schule nicht zurechtzufinden. Diese Sorge nehmen wir ernst. Natürlich ist die Schule eine große Schule und das Schulgelände kann mal unübersichtlich wirken.

Die Startwoche – fünf Tage zum Ankommen
Bei uns beginnt Jahrgang 5 nicht mit Stundenplan und Fachunterricht, sondern mit der Startwoche.
Die Kinder kommen aus vielen verschiedenen Grundschulen und bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen mit. In der Startwoche lernen wir sie kennen und führen sie als Klasse zusammen.
Wie das wirkt, beschreibt Thobe Meine:
Lehrkraft Maxi Nadenau ergänzt:

Die gemeinsame Startwoche führt also dazu, dass die Schülerinnen und Schüler besser in dem neuen Schulsystem ankommen und auch eine Sicherheit in ihrer neuen Klasse entwickeln können.
Auch die Pausen führen wir behutsam ein. In den ersten Tagen machen die Klassen zunächst getrennt Pause, damit es nicht zu viel wird. Schon bald fragten die Kinder, ob sie nicht mit allen gemeinsam Pause machen können, denn sie wollten Geschwister und Bekannte aus den Parallelklassen treffen. Bei uns gibt es also weniger Sorge vor den Pausen als Lust darauf, die anderen zu sehen.
Klassenteams – feste Bezugspersonen von Anfang an
In der Startwoche sind die Klassenleitungen die wichtigsten Ansprechpartner. Sie bleiben die ganze Zeit bei ihrer Klasse. Jede Klasse wird von einem Team geleitet, welches aus den Klassenlehrkräften, Sozialpädagog*innen und Sonderpädagog*innen besteht. „Das sind in der Regel zwei Personen pro Klasse, sodass pro Klassenpaar insgesamt vier Personen für die Beziehungsarbeit zuständig sind“, sagt Jan-Henning Preuße.
Für die Lehrkräfte selbst ist die Arbeit im Klassenteam ebenfalls ein Gewinn. So ist man nicht auf sich allein gestellt, kann sich im Klassenteam beraten und unterstützen.
Wir hören nicht auf, besser zu werden
Zur Ehrlichkeit gehört, dass wir nicht behaupten, schon alles perfekt zu machen. Die Grundschulen arbeiten oft kooperativ, mit Sitzkreisen, Gruppentischen und Sitzbänken. Jan-Henning Preuße steht im Austausch mit den Grundschulen im Umfeld der Stadtteilschule Süderelbe um den Übergang fließender zu gestalten.
Nachmittags gut aufgehoben
Für die 5. Klassen gibt es Studienzeiten und eine Spielepause, die täglich betreut werden. Ab 14 Uhr nutzen die Kinder außerdem die Angebote unser Kooperationspartner im Stadtteil . „Die Schülerinnen und Schüler werden dort herzlich empfangen“, sagt Jan-Henning Preuße, ob im regulären Ganztag oder spontan als Gäste. Damit alle den Ort kennenlernen, besuchen die Fünftklässler die Orte bereits in der Startwoche gemeinsam.
Kurs auf das Abitur – aber mehr Zeit
Als Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe stehen unseren Schülerinnen und Schülern alle Abschlüsse offen, die man in Hamburg machen kann. „Die Kinder entwickeln sich nicht alle gleich schnell“, sagt Jan-Henning, der seit fast 30 Jahren an der Stadtteilschule arbeitet. „Wer bei uns keine gute Note in Mathe hatte, der kann trotzdem einen Abschluss machen.“ Viele Kinder legen zwischen Klasse 8 und 10 enorm zu.
Mit der 11. Klasse haben unsere Schülerinnen und Schüler ein Jahr mehr Zeit, als an den Gymnasien, um sich auf das Abitur vorzubereiten. Im Jahrgang 11 wird gezielt auf die Anforderungen der Oberstufe vorbereitet. Hier scheint es aber noch viele Missverständnisse zu geben, stellt Jan-Henning Preuße fest. Die Frage, ob das Abitur an der Stadtteilschule weniger wert sei als am Gymnasium, wird ihm oft gestellt.
Das macht klar, das Abitur hat den gleichen Wert. Der Unterschied ist also lediglich, dass wir an der Stadteilschule ein Jahr mehr Zeit haben, das Ziel zu erreichen.
Unsere Schule in einem Satz?
Auf die Frage, wie man unsere Schule in einem Satz beschreiben könnte, antwortet Jan-Henning Preuße: „Ich würde Schulen, die behaupten, sie könnten sich in einem Satz zusammenfassen, eher misstrauen.“ Was wir haben, beschreibt er so:
Kommen Sie vorbei
Lernen Sie uns kennen, am besten bei der Informationsveranstaltung für Eltern. Sie ist ein guter Ort für alle Fragen, die speziell Ihr Kind betreffen. Für einen allgemeineren Überblick kommen Sie gerne zum Tag der offenen Tür.
Termine und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.
